Embajada en Alemania

Ereignisse / Personen

Dr. Agote und die indirekte Bluttransfusion

09. November


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Es war an einem 9. November als dank der neuen Methode des argentinischen Arztes Dr. Luis Agote die erste Bluttransfusion mit Blutkonserven stattfand.

Da bisher keine Blutkonservierungsmethode bekannt war, konnte man nur sogenannte Direkttransfusionen, mit frischem Blut, durchführen.

Es war der argentinische Arzt Dr. Luis Agote, der dieses Problem mit einer neuartigen Konservierungsmethode mittels Natriumzitrat, das die Blutgerinnung verhindert, vom Organismus toleriert und schliesslich ausgeschieden wird, lösen sollte.

In Anwesenheit der Freunde in Deutschland beehrt sich die Botschaft, einem weiteren großen argentinischen Forscher zu gedenken, der seine Entdeckung mit der Menschheit zu Zeiten des Ersten Weltkrieges zu teilte wusste und somit zur Rettung vieler Leben beitrug.


Tag der Tradition

10. November


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Im Gedenken an den Geburtstag des Schriftstellers José Hernández, dem Autor des Meisterwerks der Gaucho-Literatur "Martin Fierro", wird in Argentinien am 10. November, der Tag der Tradition begangen.

Mit den Gedichten "Der Gaucho Martin Fierro" und der Fortsetzung "Die Rückkehr von Martin Fierro" gelang es Hernández, die Figur des Gauchos neu zu bewerten, und dank dessen stellt der Gaucho heute ein Nationalsymbol dar, das das argentinische Wesen ausmacht.

Heute wird der Tag der Tradition mit den Gauchos verbunden, und ist eine schöne Gelegenheit, um dem "Sehr Unseren" zu gedenken, es zu feiern und zu erleben.


20. November - Tag der Souveränität

20. November


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1845 erlebte die junge Argentinische Konföderation eine schwere politische Krise mit zwei europäischen Kolonialmächten, die freie Schifffahrt und Handel auf den Binnenflüssen forderten. Die Regierung von Juan Manuel de Rosas (30.03.1793-14.03.1877) weigerte sich unter Bezug auf die nationale Souveränität. Als Erwiderung fuhren 22 europäische Kriegsschiffe flussaufwärts durch den Paraná, um die Öffnung und den freien Zugriff auf die Märkte zu erzwingen; ihnen folgten 92 Handelsschiffe, die danach strebten, Handel mit den Häfen der Region Litoral, Paraguays und Brasiliens zu treiben. Die Konföderation wehrte sich und versuchte, die feindliche Flotte an der Flusswende von Obligado (Vuelta de Obligado) zu stoppen. Am 20. November fand eine ungleiche Schlacht statt, bei der die argentinischen Verteidigungsanlagen zerstört wurden.

Rosas' Haltung als Verteidiger der nationalen Souveränität erweckte sogar unter seinen vielen politischen Feinden -Argentiniern sowie auch Ausländer- Respekt und Bewunderung. Sogar José de San Martín hieß die Haltung von Rosas zur Verteidigung der nationalen Souveränität gut.

Nach weiteren Auseinandersetzungen am Paraná-Ufer wurde die feindliche Flotte bei ihrer Rückkehr flussabwärts bei der Flussenge Quebracho (Angostura del Quebracho) entscheidend geschlagen (Juni 1846). Am Ende schloss die Argentinische Konföderation Frieden mit den Kolonialmächten (November 1849 und August 1850) und schaffte es, ihre Souveränität zu bewahren.

Heute wird des heldenhaften Kampfes an der Flusswende Obligado (Vuelta de Obligado) im ganzen Land gedacht, und der 20. November wurde zum Tag der Souveränität.


Brüder Ameghino

25. November

Florentino Ameghino (18.09.1854-06.08.1911) und Carlos Ameghino (16.06.1865-12.04.1936), eine erfolgreiche Gesellschaft naturwissenschaftlicher Brüder

"Die Brüder seien fest vereint..." besagt ein bekannter Spruch des Gedichtes "Martín Fierro", und tatsächlich konnten Florentino und Carlos Ameghino eine Gesellschaft von naturwissenschaftlichen Brüdern nur mit den Einnahmen von ihrer Bücherei bilden. Obwohl am Anfang beide auf der Suche nach Fossilien durch Argentinien reisten, übernahm schließlich Carlos das Reisen und die Fundsuche (insbesondere in Patagonien), um Florentino alle Berichte und Fundobjekte zukommen zu lassen. Dieser stellte dann die Sammlungen und Studien zusammen und formulierte danach die geologischen und paläonthologischen Theorien.

Der Autodidakt Florentino Ameghino tat sich als Lehrer, Paläonthologe und Anthropologe hervor, veröffentlichte viele Bücher und Berichte über ausgestorbener Säugetiere und den Menschen und trug somit beträchtlich zu den Studien über biologische und geologische Evolution bei. Carlos unterstützte ihn dabei ständig mit der Lieferung von Studienmaterial. Als 1911 Florentino starb, übernahm Carlos dessen Posten als Direktor des Nationalen Museums von Buenos Aires und verteidigte dessen Theorien.

Am 25. November jeden Jahres wird in Argentinien der Tag des Paläonthologen begangen, und diese Botschaft beehrt sich, an diese beiden Brüder, die soviel für die Wissenschaft geleistet haben, zu erinnern


"Der erste Chronist unserer Geschichte war deutscher..."

03. Dezember


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Ulrich Schmidl von Straubing war ein deutscher Landsknecht und Reisender, der an der Expedition des Spaniers Pedro de Mendoza am Rio de la Plata teilnahm und dort die erste Gründung der Stadt "Heilige Maria des Guten Windes" ("Santa María del Buen Aire" -Buenos Aires-) miterlebte und dokumentierte (1536).

Nach der Zerstörung der Siedlung durch einen Indianerangriff nahm Schmidl an der spanischen Eroberung von Paraguay teil und kam bis zur Chaco-Region auf der Suche nach dem mythischen Silbergebirge ("Sierra de Plata").

Zwanzig Jahren lang reiste Schmidl durch Südamerika und dokumentierte seine Erlebnisse, dann kehrte er nach Deutschland zurück und veröffentlichte seine Aufzeichnungen in einem Buch ("Wahrhafftige Historien einer wunderbaren Schiffahrt" ist eine der bekanntesten Verfassungen auf deutscher Sprache).

Es ist eine Ehre für diese Botschaft, diesem ersten Chronisten des Rio de la Plata zu gedenken, der wie kein anderer die Erwartungen und Beschwerlichkeiten seiner Reisen, das Verhältnis der "Conquistadores" zu den Indianern, deren Gewohnheiten sowie die Gründung zweier Städte (die später zur Hauptstädte Argentiniens und Paraguays wurden) beschrieb.


Tag des Tangos

03. Dezember


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Als ob die Vorsehung es so gewollt hätte! An einem 11. Dezember wurden zwei große Exponenten des Tangos geboren: Carlos Gardel (1890) und Julio de Caro (1899), und so ist es nur mehr als gerecht, dass an diesem Tag in Argentinien der Nationale Tag des Tangos begangen wird.

Jeder von ihnen gab dem Tango etwas Unverwechselbares: Julio de Caro ("die Musik") war ein großer Komponist und schuf mehrere der besten Tangos, darunter "Tierra querida" und "Boedo". Der unvergessliche Carlos Gardel wiedreum ist bis zum heutigen Tag zur "Stimme" des Tangos "par excellence" geworden.

Der Tango... dieser leidenschaftliche Tanz, typisch Hafenstadt Buenos Aires und dennoch ganz Argentinien identifizierend... hat auch seinen speziellen Gedenktag.


Xul Solar

14. Dezember


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Am 14. Dezember 1887 wurde Oscar Agustín Alejandro Schulz Solari (mehr bekannt als "Xul Solar"), ein bedeutender argentinischer Maler und bildender Künstler deutscher Herkunft, geboren.

Seine Kenntnissen auf dem Gebiet der Mythologie, Astrologie, den Fremdsprachen, des Okultismus u. a. ermöglichten es ihm zusammen mit seiner genialen Kreativität, Werke wie das Pan-Schachspiel und die Pan-Sprache zu schaffen. Seine Malereien haben einen phantastischen Ton und geben die Mysthik und Methaphysik (die Xul Solar verehrte) wieder.

Xul Solar war auch Freund des großen Schriftstellers Jorge Luis Borges, und beide trafen oft zusammen, um Ideen und Schaffen auszutauschen. Borges' Erzählung "La Biblioteca de Babel" ("Die Bibliothek von Babel"), die das physikalische Problem von Raum und Zeit voraussah, ist von Xul Solar und seinem Werk inspiriert.

Im Monat von Xul Solars Geburtstag hat die Botschaft die Ehre, einen weiteren bedeutenden Argentinier deutscher Herkunft vorzustellen.

Weitere Informationen im Museum Museo Xul Solar


Leloir - Nobelpreisträger für Chemie

17. Dezember

Luis F. Leloir, Nobelpreisträger für Chemie
(06.09.1906-17.12.1987)
Foto: www.nobel-preis.com

Luis Federico Leloir war ein hervorragender argentinischer Arzt und Biochemiker, der wegen seiner Entdeckung der Funktion der Zuckernukleotide im Zellmetabolismus mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde -1970-.

Leloir studierte Medizin an der Universität von Buenos Aires (UBA) und war Schüler von Dr. Houssay (Nobelpreisträger für Medizin 1947). Er setzte seine Studien in Cambridge fort und spezialisierte sich auf das Studium der Kohlenhydrate. Zurück in Argentinien arbeitete er wieder mit Dr. Houssay und leitete den Forschungsinstitut für Biochemie der Campomar-Stiftung ("Instituto de Investigaciones Bioquímicas de la Fundación Campomar", heute Leloir-Institut genannt), wo er weiterhin Laborforschungen betrieb und sich der Ausbildung junger Universitätsstudenten für die wissenschaftliche Forschung sowie der Schaffung von Anreizen dafür widmete und vorantrieb.

Diese Botschaft möchte Dr. Leloir in dem Monat, in dem uns dieser hervorragende Forscher und Impulsgeber der Wissenschaft für immer verließ, ehren. Danke, Dr. Leloir, für Ihr Erbe und Beispiel!


Indalecio Gómez, der politische Reformator

20. Dezember


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Zu den ehemaligen Botschaftern der argentinischen Botschaft in Berlin gehört Dr. Indalecio Gómez, ein argentinischer Politiker, der eine zentrale Rolle bei der Reform des argentinischen Wahlsystems zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielte.

Nach seiner Tätigkeit in Berlin (1905-1910) war Dr. Indalecio Gómez Innenminister unter dem Präsidenten Roque Sáenz Peña und in dieser Funktion Koautor und Befürworter des Gesetzes über die allgemeine und geheime Wahlpflicht (bekannt als das "Sáenz-Peña-Gesetz"), das am 13. Februar 1912 verabschiedet wurde. Er wurde als der geistige Vater der sogenannten "Wahlrevolution", die Argentinien auf einen demokratischen Weg brachte, anerkannt.

Dr. Indalecio Gómez tat sich in seiner langen öffentlichen Tätigkeit - sowohl in der Legislative auf Provinz- und Nationalebene als auch in der Exekutive auf nationaler Ebene - wegen seiner Überzeugungskraft und seiner Konsensfähigkeit als ausgezeichneter Redner und Polemiker hervor.

Er wurde am 14. September 1850 im Dorf Molinos, in den Calchaqui-Tälern, Provinz Salta, geboren. Er machte das Abitur im Konzilseminar Sucre (Bolivien) als Schüler von Mönch Mamerto Esquiú, bekannt als Verteidiger der Verfassung. Er studierte Recht an der Universität Buenos Aires und erwarb 1876 den Abschluss. Nach der Rückkehr in seine Geburtsprovinz trat er in das Parlament von Salta ein. Von Juni 1877 bis Dezember 1884 war er Konsul der Republik Argentinien im Hafen von Iquique (damals peruanisches Territorium). Seine konsularischen Tätigkeiten ermöglichten ihm, ein engagierter Beobachter im Pazifikkrieg 1879 zu werden, wobei er öffentlich Peru und Bolivien gegen den chilenischen Angriff unterstützte, der - seiner Meinung nach - den Frieden des Kontinents aufs Spiel setzte.

Er war nationaler Abgeordneter der Provinz Salta und übte sein Mandat von 1892-1900 aus. Gemeinsam mit José Manuel Estrada, Pedro Goyena und Emilio Lamarca war er einer der Förderer der 1884 gegründeten Katholischen Union, deren Ziel in der Verteidigung der katholischen Prinzipien angesichts des antiklerikalen Klimas in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts bestand. Er wirkte aktiv an der Schaffung der Partei der Fortschrittlichen Demokratie mit, deren Präsidentschaftskandidat in den nationalen Wahlen von 1916, den ersten mit allgemeiner und geheimer Wahlpflicht, Lisandro de la Torre war und die die radikale Partei mit dem Wahlbündnis unter der Führung von Hipólito Yrigoyen gewann.

Er starb am 17. August 1920 in Buenos Aires.


Jakob, "Vater der argentinischen Neurowissenschaft"

28. Dezember

Christfried (oder Christofredo) Jakob war ein deutscher Neurologe und ein bedeutender Forscher der Neurowissenschaft in Argentinien. Er hatte bereits in Deutschland eine hervorragende Laufbahn hinter sich (mit mehreren veröffentlichten Werken über Anatomie) als ihn die argentinische Regierung einstellte, um die Leitung des seit kurzem eröffneten Neurobiologie-Laboratoriums im heutigen Neuropsychiatrischen Krankenhaus Borda in Buenos Aires zu übernehmen (1899). In diesem Laboratorium sollte Jakob die Argentinisch-Deutsche Neurobiologische Schule (Escuela Neurobiológica Argentino-Germana) eröffnen, an der über 4.000 Forscher ausgebildet werden sollten.

Jakob ließ sich definitiv in Argentinien nieder und nahm die argentinische Staatsangehörigkeit an. Er arbeitete außerdem im heutigen Psychiatrischen Krankenhaus Moyano und wirkte als Professor für pathologischer und biologischer Anatomie und Nervensysteme an der Universität von La Plata (UNLP) und für Biologie an der Nationalen Universität von Buenos Aires (UBA). Neben anderen Werken vertiefte er die Forschungen des menschlichen und tierischen Gehirns und veröffentlichte seine Arbeit in deutscher und spanischer Sprache. Unter seinen Schülern befanden sich u.a. Braulio Moyano (Neurobiologe und Psychiater), Giuseppe Ingegnieri (oder José Ingenieros, Arzt, Psychiater, Psychologe, Kriminalist, Apotheker und Soziologe) und Alicia Moreau de Justo (Ärztin und Politikerin). Unter den Wissenschaftlern, mit denen er arbeitete, befanden sich der Anthropologe und Paläontologe Florentino Ameghino, die Forscher und Wissenschaftler Francisco P. Moreno und Clemente Onelli, und der Ethnologe und Anthropologe Robert Lehmann-Nitsche.

Jakob trug so viel zur Forschung und Förderung der Wissenschaft bei, dass in Argentinien der 17. Juli (der Tag, an dem er 1899 die Leitung des Laboratoriums übernahm) zum Tag des Neurowissenschaftlichen Forschers ernannt wurde.

Heute gedenken wir diesem bedeutenden Sohn Deutschlands und Argentiniens mit Bewunderung und Respekt.


 

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